Margit Grüger

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| 1946 | in der deutschen Provinz geboren |
| 1963-1965 | Lehre als Schrift- und Werbemalerin |
| 1965-1968 | Arbeit im Beruf |
| 1965-1967 | Abendstudium an der Mal- und Zeichenschule Zwickau bei Prof.Carl Michel |
| 1968 | Umzug nach Berlin |
| 1968-1971 | Studium an der Fachschule für Werbung und Gestaltung Berlin-Oberschöneweide |
| 1971 | Abschluß: Diplom-Designerin |
| 1971-1976 | Arbeit im Beruf |
| 1974-1976 | Abendstudium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, Fachbereich Grafik |
| 1976-1981 | Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee Diplom Freie Grafik |
| 1982-1983 | Fördervertrag des Magistrats von Berlin |
| 1983-1986 | Meisterschülerin an der Akademie der Künste der DDR bei Werner Stötzer Beginn der bildhauerischen Tätigkeit |
| 2003 | Sechs Gedichte in “Das Gedicht lebt!“, Band 4, Anthologie ausgewählter zeitgenössischer Dichterinnen und Dichter des 3.Jahrtausends, R.G. Fischer Verlag Frankfurt am Main |
| | lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Berlin (Malerei, Grafik, Skulptur, Fotografie, Lyrik und Prosatexte) |
| | Einzelausstellungen (Auswahl) |
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| 2011 | Büchergilde Buch & Grafik, Bonn |
| 2010 | Büchergilde Buch und Kunst, Mainz Büchergilde Buchhandlung und Galerie, Wiesbaden Deutsche Bank Unter den Linden, Berlin |
| 2008 | GRS Berlin-Charlottenburg |
| 2007 | Bezirkszentralbibliothek am Luisenbad, Berlin Büchergilde Buchhandlung und Galerie, Hamburg |
| 2005 | Büchergilde Buchhandlung am Wittenberg, Berlin |
| 2002 | Kelly Gallery, Fort Wayne, USA (mit Paula Sancheballero, Spanien) |
| 2000 | Leipziger Stadtbibliothek am Wilhelm-Leuschner-Platz GRS, Berlin-Charlottenburg |
| 1997 | Forum-Hotel Berlin (mit Winfried Fitzenreiter), Berlin |
| 1995 | Inselgalerie (mit Marika Voß), Berlin |
| 1994 | Galerie am Markt, Gera |
| 1993 | Werkstattgalerie Studio Bildende Kunst, Berlin |
| 1992 | Galerie in der Dresdner Bank, Berlin |
| 1991 | Berliner Stadtbibliothek, Berlin Humboldt Universität zu Berlin (mit Serge Gladkich), Berlin |
| 1990 | Galerie im Moor, Grasberg/Bremen |
| 1989/1990 | Galerie M, Berlin-Marzahn, Katalog |
| 1989 | Galerie im Stadthaus Jena |
| | Galerie am Dom, Schwerin, Katalog |
| 1987 | Akademie der Wissenschaften, Berlin |
| 1986 | Galerie Sophienstr.No.8, Berlin |
| 1983 | Galerie Junge Kunst (mit Margot Schmidt), Berlin |
| | Ausstellungsbeteiligungen und Kunstmessen (Auswahl) |
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| 2011 | Der Nikolaus war fleißig Teil 4, Galerie Friendly Society, Berlin |
| 2010 | Galerie Carlshorst, Berlin Der Nikolaus war fleißig - Teil 3, Galerie Friendly Society, Berlin |
| 2007 | Druckgrafik Berliner Künstler, Galerie Friendly Society, Berlin |
| 2006 | Galerie Parterre, Berlin Büchergilde Buchhandlung am Wittenbergplatz, Berlin Künstler der Galerie, Galerie Friendly Society, Berlin |
| 2005 | Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen, Erfurt, Katalog Galerie von Eichenau, Berlin Galerie Aujourd´hui, Berlin |
| 2002 | Stadtmuseum Saalfeld im Franziskanerkloster |
| 1998 | Storkower Bogen, Berlin Studio Gallery, Berkeley, Kalifornien, USA |
| 1995/1996 | Galerie Schlassgoard, Esch/Alzette, Luxemburg |
| 1991/1992 | Kunstmesse am Fernsehturm und im Ephraimpalais, Berlin |
| 1990 | art+print, Wien |
| 1989 | Galerie im Körnerpark, Berlin Galerie Messer-Ladwig, Berlin, Katalog Galerie am Sachsenplatz, Leipzig, Katalog |
| 1988 | Maxhütte Unterwellenborn, Katalog Galerie Sophienstr.No.8, Berlin Galerie in der Ruine der Franziskaner-Klosterkirche, Berlin, Katalog |
| 1987 | 100 ausgewählte Graphiken, Berlin, Cottbus, Dresden, Karl-Marx-Stadt, Leipzig, Rostock, Suhl, Katalog 11 Meisterschüler, Akademie der Künste der DDR, Berlin, Katalog |
| 1983/1987 | Kunst und Sport, Leipzig, Katalog |
| 1983/1986 | Bezirkskunstausstellung am Fernsehturm, Berlin, Katalog |
| | Studienaufenthalte |
| | u.a. in Italien, Frankreich, Holland, Norwegen, Usbekistan, Kalifornien, Schweiz |
| | Arbeiten in öffentlichem Besitz (Auswahl) |
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| | Akademie der Künste zu Berlin, Porträt „Patrizia“, Kohlezeichnung, 26 Druckgrafiken 1983-1989 |
| | Bezirksamt Pankow von Berlin/Abteilung Kultur, Wirtschaft und öffentliche Ordnung |
| | Amt für Kultur und Bildung/Kommunale Kunstsammlung |
| | Berlin zwischen Fischerinsel und Leipziger Straße (Grafik-Folge). Das Bezirksamt besitzt vier der insgesamt sechs Arbeiten. |
| | Kunstsammlung Maxhütte, seit 1995 im Besitz des Freistaates Thüringen und in der Verwaltung |
| | des Stahlwerkes Thüringen GmbH: Straßenszene I, Mischtechnik auf Leinwand, Straßenszene II, Mischtechnik auf Leinwand, Begegnung am Nachmittag, Acryl auf Leinwand, Spaziergänger, Acryl auf Leinwand |
| | Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Mahn und Gedenkstätte Ravensbrück: Bildnis Helen Ernst, Mischtechnik auf Leinwand |
| | Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V. Leipzig, Bildnis Louise Otto-Peters, Farbholzschnitt Stadtverwaltung Leipzig, Bildnis Louise Otto-Peters, Farbholzschnitt |
| | Wettbewerbe u. Symposien |
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| | Max braucht Kunst, VEB Maxhütte Unterwellenborn/Thüringen, 1988, Werkaufträge u. Ankäufe |
Pressemitteilungen / Zitate aus Reden Auswahl
Ausstellung Hommage an den Tanz, Deutsche Bank, Berlin, Unter den Linden
„Hommage an den Tanz“ – kein schöneres Thema konnte sich Margit Grüger für ihre Ausstellung aussuchen, denn Tanz ist etwas, das für uns Menschen außerordentlich wichtig ist, wenn der Prozentsatz der tanzenden deutschen Erwachsenen leider sehr gering ist.
Margit Grügers künstlerischem Werk kommt man allerdings erst näher, wenn man an die Gastspiele berühmter Tanzkompanien z.B. in den Sophiensälen und im Radialsystem denkt, die mit berühmten Namen wie Pina Bausch oder Sascha Waltz verbunden sind (Nicht Udo Waltz…) Denn Margit Grügers Tänzerinnen und Tänzer sind eher Einzelkämpfer, grazile Gestalten, mal mit mehr mal mit weniger Bekleidung, öfters clownesk anzusehen.
Ausgangspunkt für die Beschäftigung von Margit Grüger mit dem Tanz war das Schicksal des berühmten polnisch stämmigen russischen Balletttänzers und Choreographen Vaslav Nijinsky, dem in dieser Ausstellung zwei Holzschnitte gewidmet sind, der aber letztlich Pate stand für alle Arbeiten mit tänzerischen Motiven.
aus: Laudatio von Dr. Lutz Ackermann, Strahlenschutzphysiker, 29.März 2010
Ausstellung Tanz - der Rest ist Phantasie, Büchergilde Buchhandlung und Galerie, Wiesbaden, 2010
Der Tanz ist seit 1986 ein immer wiederkehrendes Thema in meiner Arbeit. Grazie, Balance, Sprungkraft, Körperbeherrschung, Harmonie, Dahinschweben, Poesie…
Der Zauber des Tanzes inspiriert mich, Elemente des klassischen Balletts, des „ freien Tanzes“, des Volks- und Gesellschaftstanzes mit frei erfundenen Darstellungsformen zu kombinieren. Die bildende Kunst kann nur von der Kunst des Tanzes künden. Eine große Herausforderung, das Heilige bis zu einem gewissen Grade festzuhalten. Ich versuche, die Bewegung des Menschen in Raum und Zeit korrespondierend mit der Musik erahnen zu lassen. Die Hommage an den Tanz ist zugleich eine Hommage an Vaslaw Nijinsky, den Tänzer der Tänzer.
Statement, Margit Grüger
Ausstellung in der GRS Berlin-Charlottenburg
Margit Grüger, die diese Ausstellung ihren neuen Arbeiten widmete und uns insbesondere Druckgraphik und Collagen zeigt, die eine Fortentwicklung der im Jahr 2000 in der GRS vorgestellten „einsamen Könige und scheuen Amazonen“ darstellen. Einen Teil ihrer Werke widmet Margit Grüger schon seit längerem dem Tanz, und hier steht stellvertretend der Name des berühmten polnisch stämmigen russischen Ballettänzers und Choreographen Vaclav Nijinsky.Nijinsky starb am 8. April 1950 in London an den Folgen seiner schweren Erkrankung. Jedoch ist bis heute sein Name ein Synonym für perfekte Tanzkunst. Der Schmerz und die Trauer von Nijinskys Ehefrau – der ungarischen Tänzerin Romola de Pulszky wird in zwei Holzschnitten von Margit Grüger reflektiert. Oftmals muss man sehr dicht an das Bild herantreten, um überhaupt zu erkennen, dass es sich hier um eine Collage handelt, so raffiniert hat sie die bemalten Seidenpapiere verarbeitet. Man mag bei den abstrakten Collagen zunächst an die flächenhafte Gestaltung von Mark Rothko denken, dessen Werke im Moment in der Hamburger Kunsthalle bis zum 24.August zu sehen sind. Aber nein, das sind hier ganz andere Strukturen, die durch mehrfache Schichtung des Papiers entstehen.
aus: Laudatio von Dr. Lutz Ackermann, Strahlenschutzphysiker, 26.05.2008
Ausstellung „Faszination Berlin“ Malerei und Grafik, Bibliothek am Luisenbad, Berlin
Die Werke von Margit Grüger entstehen aus Interesse und Neugier am Großstadtleben. Das zwischenmenschliche Beziehungsgeflecht verschiedenartiger Menschen wird beobachtet und artifiziell zum Klingen gebracht. Ein breites Spektrum von Befindlichkeiten in Dur und Moll.
aus: Flyer: Veranstaltungen/Ausstellungen, Bibliothek am Luisenbad, Januar 2007
Ausstellung Melancholie in Stein und Holz in der Buchhandlung Büchergilde am Wittenbergplatz, Berlin
Die Künstlerin will Aufmerksamkeit erregen, sie will treffen und verzaubern. Lässt man sich auf ihr kapriziöses Spiel, des „ an die Grenze Gehens“ ein, entfaltet sich die ambivalente Faszination der Arbeiten von Margit Grüger. Ihre Gestalten sind nachdenklich, traurig und einsam, anmutig und demütig, zart zerbrechlich und verletzlich. Zugleich strahlen sie Stärke und Selbstbewusstsein aus. Doch es bleiben Zweifel. Geheimes, Unergründliches und Mystisches ist nicht zu übersehen.
aus: Laudatio der Kunstmanagerin Heide Damaschun, 21.März 2005
Büchhergilde: artclub edition
Die in der deutschen Provinz 1946 geborene Künstlerin studierte 1976 bis 1981 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee Freie Grafik und war Meisterschülerin an der Akademie der Künste bei Werner Stötzer. Seit 1981 ist sie freiberuflich tätig als Malerin, Grafikerin und Bildhauerin. Neben zahlreichen Ausstellungen in Deutschland waren ihre Arbeiten in Galerien in Luxemburg, Fort Wayne/USA und Wien zu sehen. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin.
Wolfgang Grätz ,Leiter des Artclubs der Büchergilde, Frankfurt am Main, 2005
Ausstellung im Forum Hotel Berlin-Mitte
Der Reiz und das Charakteristische der Kunst von Margit Grüger liegen darin, dass sie nicht beliebig ist, nicht gefällig und auch nicht freundlich, wohl aber menschlich. Auf dem ersten Blick scheint über ihren Bildern ein leichter Film wohldosierter Aggressivität zu liegen, ausgehend von den kräftigen eigensinnigen Farben oder den spitzen, bizarren Formen der Frauen-gestalten, die sich wie unsichtbare Pfeile in das Auge des Betrachters bohren. Die Künstlerin will Aufmerksamkeit erregen, sie will treffen und verzaubern. Läßt man sich darauf ein, entfaltet sich die ambivalente Faszination der Arbeiten von Margit Grüger. Margit Grüger ist eine Einzelkämpferin, einsame Läuferin, auf einem Weg, an dessen Peripherie die Vollkommenheit sich schemenhaft andeutet – Vollkommenheit im Sinne makelloser Schönheit – Vollkommenheit im Sinne der Fülle von Schönem aber auch Schrecklichem, von Harmonie und Widersprüchlichem.
aus: Laudatio von Heide Damaschun,Kunstmanagerin,15.5. 1997
Ausstellung Stumme Gestalten, Inselgalerie Berlin-Mitte
In ihren Stilmitteln ist Margit Grüger nur schwer festzulegen. Sie sind dem Anliegen der jeweiligen Aussage untergeordnet und reichen von realistischer Wiedergabe über die das Wesentliche suchende Abstraktion bis hin zur gegenstandslosen Farbsprache, die sie immer dann wählt, wenn es ihr darum geht, das rational nicht Faß- nicht Darstellbare spürbar werden zu lassen.
aus: Laudatio des Bildhauers Helmut Florian, Bildhauer, 13.September 1995
Ausstellung Momente/Labyrinthe im Studio Bildende Kunst/Werkstattgalerie
In den Bildern nach 1990 tritt uns die Künstlerin nicht mehr nur vorrangig als Beobachterin, sondern noch mehr als mahnende Betroffene entgegen. In den unbetitelten Kombinationsdrucken knüpft sie künstlerisch an konstruktivistische Formprinzipien an. Es ist der Kreis, in den konstruktive Körperformen eindringen, oder von diesem eingebunden werden. Für mich wird diese Form, die an eine abstrahierte Vogelform erinnert, zum Sinnbild für Freiheit und Unabhängigkeit, das durch den Kreis geschlossen wird – der Kreis hier als Sinnbild für Zwänge, neue Zwänge, denen wir, denen der Mensch unterworfen ist oder wird.
aus: Laudatio des Kunstwissenschaftlers Volkhard Böhm, 28.April 1993
Ostberliner Großstadtfaszination: Malerei, Grafik, Plastik. Erste West-Ausstellung der DDR-Künstlerin Margit Grüger, Galerie im Moor, Grasberg/Bremen
Margit Grüger lässt den Betrachter nicht am intensiven Trubel der Großstadt teilhaben, sondern macht vielmehr die Isolation des einzelnen in der Menge deutlich. Dieses geschieht keinesfalls auf eine negative Weise. Im Gegenteil, die Künstlerin lässt die Menschen als Individuen auftreten, die für den Moment der direkten Begegnung eine gewisse Interessantheit bergen, aber schon bald wieder in Vergessenheit geraten. in sich. Margit Grüger bezeichnet sich nicht als provokante Aufständische im ehemaligen SED-Regime. Doch tritt in ihren Bildern ein gewisser passiver Widerstand gegen die Zwänge der einstigen Herrschaftsschicht zutage. Die Distanz der dargestellten Figuren zueinander sowie die zum Teil sehr düsteren Farben machen das Misstrauen der Künstlerin deutlich.
Wümme Zeitung, Bremen, 2.April 1990
Ausstellung Malerei-Grafik-Plastik in der Galerie im Moor
Die Empfindsamkeit der Werke Margit Grügers, die tiefe geistige Bewegung der Künstlerin in ihren ständigen, weitergestaltenden Fragen nach den Charakteren und den Menschenleben ergreifen jeden, der die Bilder intensiv betrachtet. Eine positive Sicht des Lebens in der Stadt schlägt zu uns herüber, sie überwindet freimütig auch die Grenze in Deutschland. Seien Sie uns herzlich willkommen!
aus: Eröffnungsvortrag des Oberstudienrates Heiko Jörn, Grasberg, 03.März 1990
Kunstamt und Privatgalerie Messer-Ladwig Berlin zeigen Bildhauer Werner Stötzer, seine Lehrer und Schüler, Galerie im Körnerpark
Gleich am Eingang lädt die Schreitende von Margit Grüger mit ihrem grotesk-humorvollen Gebaren zum Rundgang ein.
Die Wahrheit, Iris Billaudelle, 3.August 1989
Ausstellung Malerei, Grafik, Plastik, Galerie am Dom, Schwerin
In fast allen Arbeiten gleicht der einmal gewählte Bildraum einer Bühne, er ist nicht konkret zu lokalisieren. Selbst in den heiter-melancholischen Artistenszenen umreißt die Künstlerin den Raum nicht, in dem Artisten und Clowns agieren und doch wird die unsichtbare Arena einer Zirkuswelt spürbar. Das Unsichtbare künstlerisch sichtbar zu machen, dadurch zeichnet sich der schöpferische Mensch aus. Ich denke, Margit Grügers Werk zu kennen, und es auch künftig nicht aus den Augen zu lassen, ist angeraten.
aus: Laudatio der Stellvertretendne Direktorin der Kunstsammlungen Staatl. Museen Schwerin Hela Baudis, Oktober 1989
Liebe Frau Grüger,
seit etlichen Wochen arbeite ich als Teilnehmer an einem Symposium in Westberlin an einem ziemlich großen Kalkstein. Von meinem Platz aus sehe ich die Türme des Französischen und des Deutschen Domes. Sie erinnern mich AUCH daran, etwas für Ihre Ausstellung zu schreiben. Wir haben immerhin etliche Jahre zusammengearbeitet und wie ich mich hier in der Gemeinschaft von Bildhauerinnen und Bildhauern prüfe, so war damals ja auch eine Prüfung gewesen. Sie müssen wissen, der Ältere kann nicht mit Sicherheit Rat geben. Als wir vor fünf Jahren Ihre Mappe durchsahen, war ich nicht RATLOS. Es war da etwas zu sehen, das offen und unschuldig vor mir lag. Aber durchaus sicher gemacht war. Ich mochte die Zeichnungen und etwas zu mögen ist besser, als es nur zu kennen. Das Sie später den Kopf unserer Freundin Katja und den Torso aufgebaut haben, unbekümmert, aber gebildet, dass Sie auf Rat gehört haben, das macht mich froh! Unsere Prüfungen aber werden nicht aufhören, unsere Fragen müssen die Herzen der anderen berühren und unsere Antworten sollen unsere Arbeiten sein.
Gute Wünsche für Ihre Ausstellung von Ihrem Werner Stötzer
aus: Grußwort im Ausstellungskatalog, Margit Grüger, Malerei, Aquarell, Grafik, Plastik, 1989
In Margit Grügers Bildern von der Großstadt ist die Hervorhebung neuzeitlicher Erscheinungsformen ein Ausdruck ihres sehr bewussten Zeitgefühls. Die kühlen Farbkombinationen von Violett-Weiß, Rosé-Violett, Blau-Rosé sowie die Verwendung von Altrosa und kontrastierendem Grün in transparenter Acryl- und Gouachetechnik werden von der Künstlerin bevorzugt und schaffen sachliche Distanz zum Betrachter.
In unzähligen Bildnisstudien mit Kohle und Bleistift ist sie bemüht, das Charakteristische von Physiognomien zu erforschen und herauszustellen. Dabei ist ihr an Porträtähnlichkeit gelegen. Mit ruhigem Interesse und zurückhaltender Neugier konstatiert sie das z.T. skurrile Treiben auf Großstadtstraßen, modischen Gags und menschliche Extravaganzen.
aus: Vorwort zum Ausstellungskatalog Margit Grüger, Malerei, Collage, Grafik, Plastik von Dörthe Lammel, Kunstwissenschaftlerin, 1989
Akademie stellt Werke des Nachwuchses im Berliner Marstall vor
Das fällt besonders bei den Bildniszeichnungen auf, die Reneé Hendrix, Hans Löffler oder Margit Grüger eingebracht haben. Nicht in jedem Falle dienen die zeichnerischen Mittel da auf so glückliche Weise zur Charakterisierung der Dargestellten wie in der spröden, aber treffsichereren Bleistiftzeichnung Patrizia von Margit Grüger.
Neues Deutschland, Dietmar Eisold, 5.Juni 1987
Diplome zur Ansicht, zu einer Ausstellung in Leipzig
In der Grafik fand ich u.a. die Diplomarbeit von Margit Grüger wieder, aus der wir schon zwei Arbeiten (FORUM 14/81) vorgestellt haben - ihr ist mit den Berliner Impressionen etwas sehr Feinsinniges und Stimmungsvolles gelungen.
Forum 20/81, Peter Schendel
Die 100.Ausstellung der Galerie im Kulturpalast zeigte 1988 das Ergebnis der Aktion Max braucht Kunst. 30 Künstler hatten sich beteiligt.
Es zeigte sich: Neben den Apologeten des Bitterfelder Weges gab es jene Künstler, die mutig mit manchem nonkonformen und kritischen Werk öffentlich geworden waren und die die Aufforderung zu „erregendem Werk“ ernst genommen hatten: der „junge Wilde“ Sangare Siemsen, der DaDa-Piktogrammatiker Wolfgang Smy, der expressive Verfremder Walter Eisler, der Neo-Expressionist Lutz Gode, die Formexzentrikerin Margit Grüger, die ungestüme Elena Olsen, der kritische Analytiker Lutz R. Kretscher, der magische Versachlicher Ulf Raecke.
Dr. Maren Kratschmer-Kroneck, Kunst aus der DDR auf dem Prüfstand, Katalog Kunstsammlung Maxhütte seit 1945, Dokumentation und Werkverzeichnis, 2004
Portraitfoto: E.A. Grüger
Fotos von den Arbeiten by Margit Grüger