Karl-Ludwig Lange

 

► Bildergalerie

 

1952                in Berlin geboren
1978-1986
Studium an der Universität der Künste, Berlin
 Meisterschüler, 1.Staatsexamen Bildende Kunst
1989-1991
Stipendiat der Karl-Hofer-Gesellschaft Berlin
1990-1992Lehrauftrag für Aktzeichnen an der Universität der Künste, Berlin
1992-1994Gastdozentur für Malerei, Zeichnen und Aktzeichnen an der Universität der Künste, Berlin
 lebt und arbeitet in Berlin

 

 Einzelausstellungen (Auswahl)
  
2011Malerei - Zeichnung - Skulptur (mit Bildhauern der Galerie), Galerie Friendly Society, Berlin
2008                  Die Weite des Raums (mit Beat Kriemler), Galerie Friendly Society, Berlin
Coincidentia Oppositorum (mit Helen Spoerri), St. Matthäuskirche am Kulturforum, Berlin, Katalog
2005Spiegelungen (mit Jutta Schölzel), Galerie Friendly Society, Berlin
2004Altarbild Leiden – Auferstehung – Sterben, St.Matthäus-Kirche am Kulturforum, Berlin
Einklang, Licht-Raum-Mensch, Kunstverein Oerlinghausen, Synagoge, Oerlinghausen
2003Zeitläufe, Galerie Kraftwerk, Berlin
2002Das andere Licht – Malerei und Zeichnungen, Galerie Hartmann und Noé, Berlin
Spuren im Licht, St.Johannes-Kirche, Münsterkirche, Herford
2001
Lichtzeichen – Malerei und Zeichnung, Galerie Samtleben, Potsdam
Im Zwischenlicht, Galerie am Künstlerhaus, Göttingen
2000Zwischentöne, Galerie Hartmann und Noé, Berlin
Spur auf einem offenen Weg, St.Matthäuskirche am Kulturforum, Berlin
1999Das andere Altarbild, St.Matthäus-Kirche am Kulturforum, Berlin
1998Zeichen des Kreuzes (mit Karl-Heinz Krause), Galerie Ludwig Lange, Berlin
1996Galerie Hartmann und Noé, Berlin, Katalog
1995Altarbild Leiden – Auferstehung – Sterben, Berliner Dom am Lustgarten, Berlin
1994Guardini-Stiftung Berlin (mit Claudio D´Ambrosio), Berlin
1993Galerie Lietzow, Hartmann und Noé, Berlin
Leiden – Auferstehung – Sterben, Münsterkirche, Herford
1991Galerie Lietzow, Berlin, Katalog
1990Galerie An, Flensburg
1989
Zehn, Ausstellungsprojekt, Kreuzbergstraße 9, Berlin
1986
Droysen Galerie, Berlin
1984Droysen Galerie, Berlin

               

 Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)
  
2011Kleine Edelsteine - Bilder & Skulpturen, Galerie Friendly Society, Berlin
Highlights 2010, Galerie Friendly Society, Berlin
2010Circus of Life...das Leben ist ein Zirkus, Galerie Friendly Society, Berlin
2007                  Figur und Raum – Bilder und Skulpturen, Galerie Friendly Society, Berlin
Farbige Träume, Galerie Friendly Society, Berlin
2006Rote Träume, Galerie Friendly Society, Berlin
Künstler der Galerie, Galerie Friendly Society, Berlin
Standpunkt: Jetzt, Universität der Künste Berlin
Zeit - Licht - Räume, Galerie Friendly Society, Berlin
Der Geist weht, Internationales Forum, Berlin
2005Das ungewöhnliche Format, Galerie Friendly Society, Berlin
Reisebilder, Galerie Friendly Society, Berlin
Magie des Lichtes, Internationales Forum, Berlin   
2004Menschen-Bilder, Galerie Kraftwerk, Berlin
Quergalerie der Universität der Künste Berlin
Rückblick-Ausblick, Galerie Ludwig Lange, Berlin
2003Dialoge, Stadthalle Wehr, Evangelische Friedenskirche Wehr, Katalog
Viele Kunst Stücke, Galerie Hartmann und Noé, Berlin
2002 Selbst – Blindzeichnungen, Galerie Ludwig Lange, Berlin
2001art à la carte, Galerie Hartmann und Noé, Berlin
Arbeiten auf Papier – Kleinplastik, Galerie Samtleben, Potsdam
1999 ...schließlich gehört Kunst zu unserem Leben, Galerie im Parlament, Abgeordnetenhaus von Berlin
Brot des Lebens, Kirchenamt der EKD, Hannover
Deutsches Brotmuseum, Ulm
Sparkasse Göttingen
1999, Neue Werke von Künstlern der Galerie, Galerie Hartmann und Noé, Berlin
1998
Brot des Lebens, Evangelische Akademie, Iserlohn
Willibrordi-Dom, Wesel
Haus der Diakonie, Düsseldorf
Altes Schloß, Stuttgart
100 Vorschläge zu Berthold Brecht, Galerie Zone F, Berlin, Katalog
Kunstpassage der Galerie Lafayette, Berlin (Galerie Hartmann und Noé)
Reliquie Mensch, Marktkirche Hannover
1997
Reliquie Mensch – Das Christusbild in der Berliner Gegenwartskunst, Kirche am Hohenzollernplatz, Berlin, Katalog
Bijbels Museum, Amsterdam
Akademie Franz Hitze Haus, Münster
Brot des Lebens, Wichern-Haus, Herford, Katalog
1996
Querschnitt, Galerie Hartmann und Noé, Berlin
1995St.Matthäuskirche Berlin
1994
FREMD in-durch-für UNS, Bilder – Objekte – Texte, Marktkirche Hannover; St.Georg, Dessau;
Salvator-Kirche Duisburg; Nikolaikirche Bielefeld, Evagelisches Bildungszentrum Ulm/Donau
1993
FREMD in-durch-für UNS, Bilder – Objekte – Texte, Evangelisches Forum München, Stadtakademie; Pfarrkirche St.Michael. Fürth; Paulanerkirche, Amberg; Evangelische Franziskanerkirche Rothenburg o.T
Werkschau 1 Malerei und Skulptur, Künstlerförderung Berlin, Neues Kunstquartier, Katalog
Zeichnungen, Galerie Ludwig Lange, Berlin
1992Im ganzen Haus, Berlinische Galerie im Martin-Gropius-Bau, Berlin
1991Ausschau 91, Stipendiaten der Karl-Hofer-Gesellschaft. Haus am Lützowplatz, Berlin, Katalog
Altarbild Geist und Körper, Franz-Hitze-Haus. Münster
1990BERLIN BERLIN, Salle de l´Aubette, Straßbourg, Frankreich
Altarbild Geist und Körper, Museum für Deutsche Geschichte, Unter den Linden, Berlin, Katalog
Evangelische Trinitatiskirche, Köln
Gnadenkirche St.Pauli-Nord, Hamburg
Galerie an der Finkenstraße, Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst, München
20 Jahre Galerie Lietzow, Galerie Lietzow, Berlin
Crucifikationen, St.Marien, Evangelisches Forum Flensburg 1990
Hommage an Paris, Sparkasse der Stadt Berlin
Zweitakt, Ausstellung des VBK und BBK unter dem Fernsehturm am Alexanderplatz, Berlin, Katalog
1989
Engel 89, Sender Freies Berlin, St.Matthäuskirche, Berlin, Katalog
22´89, Die neuen Stipendiaten der Karl-Hofer-Gesellschaft, Forum der Commerzbank,Berlin, Katalog
Syndikat, Bonner Kunstwoche 1989
Hommage an Paris, Galerie im Parlament, Abgeordnetenhaus Berlin
1988Galerie Ludwig Lange, Berlin
1987Klasse Herrfurth, Neue Galerie der Hochschule der Künste Berlin (Fachbereich 6), Berlin, Katalog
Quergalerie der Hochschule der Künste Berlin (Fachbereich 1), Berlin
1985Kunstmarkt Göttingen
International Student Art Exhibition. Kobe, Japan, Katalog
1981-1991 Beteiligung an der Freien Berliner Kunstausstellung, Berlin

                                          

 Messen, Projekte und Installationen (Auswahl)
  
1991       Grosse Kunstausstellung Düsseldorf 1991, Katalog
1992Art Cologne, Galerie Lietzow, Hartmann und Noé, Berlin
1993Art Frankfurt, Galerie Hartmann und Noé, Berlin
1994Art Frankfurt, Galerie Hartmann und Noé, Berlin
1995Art Frankfurt, Galerie Hartmann und Noé, Berlin
1996
Art Cologne ´96, Galerie Hartmann und Noé, Berlin
1997
Art Cologne ´97, Galerie Hartmann und Noé, Berlin

 

 

Versuch einer Annäherung

Für Karl-Ludwig Lange 

I. Johannes Geccelli schrieb 1996 über Karl-Ludwig Langes neuere Bilder einen sehr persönlichen, knapp gefassten Text, der in sachlich sensibler Wortwahl das nennt, was sich dem Betrachter bildher übermittelt. Wenn man so will: ein sprachlicher Seh- und Denkweiser für jene, die sich in mehr als nur kurzweiliger Blickschlenderei der hoch empfindsamen Kunst Langes annähern. Aber auch ein Text, der als klare Sprachpartitur das Thema für weitere gedankliche Paraphrasen und Variationen anstimmt.

II. Karl-Ludwig Langes Bilder sind von entschieden sinnlicher Realität: Lichte Bilder, die vibrieren wie lichtflirrende Luft in der Hitze. Visuelle Vibrationen: kurzwellige Impulse schwemmen bildher, wogen auf, durchfluten den Blick, überfluten den Betrachter und ziehen sich wie Meeresrückflut sogartig wieder ins Bildgeviert zurück, zurück in die Maloberfläche, die haptisch gespachtelte, taktil gemalte Materie ist – Stofflichkeit, plastisch modellierte Farbe auf Leinwand und Papier – nicht mehr und nicht weniger, um dann aufs Neue, konstant wie bei einem Pulsar, heranzuwellen, -zuwogen, -zufluten, zurückzuschwinden, zu entschwinden. Sinnlich vibrierende Realität: im künstlerischen Ausgang eine höchst sensitiv und subtil ertastete Lichtmalerei, deren malerische Substanz in der minimalen Nuance, in der geringfügigen Abwandlung und Kontrastierung von Farbtonigkeiten und taktilen Plastizitäten besteht.

Rosa, Ocker, lichtes Siena zu Schiefergraublau. Rötlich-Grau tritt aus Cölinblaugrau; Blaugrau tritt hinter Ocker – vibrierend, haptisch rissig, buckelig wie Borke, Narben, Schrunden, Gestein. Farbe ist nie als chemische Substanz eindeutig, ist immer in malerischer Bewegtheit zueinander, übereinander, untereinander, ineinander gemischt – ist imaginäre und imaginative Realität, ist als Licht, Dämmer, Schatten, als Wasser, Luft, Gestein und Erde für das Auge sinnenhaft schmeckbar. Der Malprozess ist das Ergebnis.

III. Die formalen Strukturen der Bilder von Karl-Ludwig Lange sind geometrisch einfach oft vage gehalten. Alles dient einem zentralen Anliegen: der aufsteigenden Senkrechten einer malerisch entstandenen, ertastet gemalten Figur. Ihr Umfeld ist oft ein nahendes und wieder entschwindendes Feld im Bildgeviert – mal unpräzis rechteckiges Binnenfeld, mal aureolenhaft auf-dämmerndes, nach unten gespitztes Dreieck. Die prinzipielle geometrische Form verweht im Erscheinungsbild zur Andeutung, ist niemals konturierte Direktnennung, ist sensible Ansammlung haptischer Malspuren, die sich im langwierigen Malprozess um eine schemenhafte Figur ansammeln und die sich randhin auflösen: ein malerisch-energetisches Spannungsfeld, das in gleicher Weise auseinandertreibt und sich verdichtet.

Die zentrale Figur selbst: nie deutlich entzifferbar, malerisch immer nur als entschwindender oder nahender Schatten und Schemen einer menschlichen Figur erahnt – Erscheinung und schwindendes Scheinbild zugleich – zugleich geahnter Gewinn und Verlust. Ein beglückender und schmerzlicher Prozess der Imagination und der persönlichen Befindlichkeit.

Johannes Geccelli schrieb: „Karl-Ludwig Langes Malen ist das Sichaussetzen und Standhalten angesichts der Gefährdung des eigenen Ichs.“

Allgegenwärtig aber ist die vibrierende Sinnlichkeit dieser stillen Bilder, die uns durchwellt und erwärmt. Ihre Kraft, die uns mittels einer sensibel erspürten Farbstofflichkeit erreicht und die auf einem oft mühevollen Entscheidungsweg zwischen Sein und Schein Ahnung und letztlich Wahrheit erwachsen lässt, ist spiritueller, geistiger Natur.

Godehard Lietzow, Berlin 1996

 

 

Fotos von den Arbeiten by Hermann Kiessling & Angelika Weidling

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