Helmut Anton Zirkelbach ► Bildergalerie  ► Malerei Shop ► Grafik Shop ► € 99 Special ► Tanz | 1962 | geboren in Schorndorf (Württemberg), aufgewachsen in Geradstetten | | seit 1985 | freischaffender Autodidakt | | 1986 | Gründung Atelier 4 in Schorndorf | | 1992-93 | intensive Beschäftigung mit dem Werk des Amerikanischen Lyrikers Walt Whitman. Es entsteht eine 52-teilige Radierfolge zum Gedicht "Gesang von mir selbst". | | 1996 | Radierzyklus: I remember, where I came from | | 1999 | Radierzyklus: Schläfer, Tod und Engel | | 1999-2000 | Radierzyklus mit 24 Radierungen zu den Lieder von Franz Schubert und den Texten von Wilhelm Müller: Winterreise | | 2007 | Es entstehen erste Bildobjekte auf Holz | | 2008 | Tailfinger Totentanz (13-teilige Radierfolge) | seit 1994 | Mitglied im Verband Bildender Künstler & Künstlerinnen Württemberg e.V. (VBKW) | | 2001-2009 | Regionalleiter des VBKW, Region Neckar-Alb | | seit 2004 | Mitglied im Künstlerbund Tübingen | | | lebt und arbeitet in Kohlstetten | | | Ausstellungen (Auswahl) | | | | | 2010 | Tailfinger Totentanz, Galerie Kirchner, Grünsfeld | | 2009 | Tailfinger Totentanz, Maschenmuseum, Albstadt Tailfingen Tailfinger Totentanz, Galerie Thron, Reutlingen | | 2008 | Künstlerbund Tübingen, Hexenturm Jülich | | 2007 | Galerie Thron, Reutlingen Galerie Kirchner, Grünsfeld | | 2006 | Kunstverein Laufenburg | | 2005 | Kunstraum Zehntscheuer, Münsingen Berufsakademie Stuttgart Komödienhaus, Kunstverein Biberach Landratsamt Aalen Ruth Merckle Haus, Ulm, Donautal | | 2004 | Galerie im Fuchstal, Asch Galerie Kirchner, Grünsfeld | | 2003 | Galerie in der Feste, Neckargemünd KSK Lichtenstein, Unterhausen Kunstverein Waldenbuch, Rathausgalerie Kunst im Flüchttor, Kunstverein Brackenheim | | 2002 | Csopord Horda Galeria, Pecs, Ungarn Kunsthaus Maier, Elchingen Sauterfabrik, Albstadt Winterreise, Alte Kelter Winterbach Hauptstädtisches Kulturzentrum, Budapest, Ungarn | | 2001 | Winterreise, Haus der Begegnung, Ulm Winterreise, Museum Anton Geiselhart, Gundelfingen Galerie im Lagerhaus, Kleinrinderfeld Kunst auf 87qm, Galerie Barbara Schwarz, Schorndorf | | 2000 | Winterreise, Alte PH, Schwäbisch Gmünd Kunstverein Fellbach Winterreise, Rathaus Schorndorf Winterreise, Rathaus Rudersberg Galerie Kirchner, Grünsfeld Winterreise, Evangelisches Gemeindehaus Stuttgart-Möhringen Winterreise, Heim am Kappelberg, Fellbach Winterreise, Galerie Chelsea, Laufen, Schweiz | | 1999 | Gustav Wolf Galerie, Östringen Kunstverein Schorndorf Kunst auf 87qm, Galerie Barbara Schwarz, Schorndorf | | 1998 | Kunst im Flüchttor, Kunstverein Brackenheim Städtische Galerie Plochingen Städtische Galerie Tamm | | 1997 | Städtische Galerie Waiblingen, Katalog Galerie Stellwerk, Schwäbisch Gmünd Galerie auf dem Podest, Stadtbibliothek Reutlingen | | 1996 | Gesang von mir selbst, Württembergische Landesbibliothek Stuttgart Gesang von mir selbst, Galerie Chelsea, Laufen, Schweiz | | 1995 | Städtische Galerie Backnang | | 1994 | Manufaktur Schorndorf Gesang von mir selbst, Rathaus, Schorndorf | | 1993 | Galerie in der Mühle, Schornbach | | 1992 | Kunstverein Brackenheim | | 1991 | Galerie Chelsea, Zürich, Schweiz Naturfreundehaus Backnang | | 1990 | Galerie Chelsea, Zürich, Schweiz Museé de Resistance, Tulle, Frankreich | | | | | | Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl) | | | | | 2013 | Highlights 2012, Galerie Friendly Society, Berlin Silber, Galerie Friendly Society, Berlin | | 2012 | Literatur und Musik in der Bildenden Kunst, Galerie Friendly Society, Berlin Der Nikolaus war fleißig Teil 5, Galerie Friendly Society, Berlin Darf ich zum Tanz bitten?, Galerie Friendly Society, Berlin | | 2011 | Der Nikolaus war fleißig Teil 4, Galerie Friendly Society, Berlin Kleine Edelsteine - Bilder & Skulpturen, Galerie Friendly Society, Berlin Gold, Galerie Friendly Society, Berlin Highlights 2010, Galerie Friendly Society, Berlin | | 2010 | Highlights 2009, Galerie Friendly Society, Berlin Der Nikolaus war fleißig Teil 3, Galerie Friendly Society, Berlin Kunst im Rathaus Stuttgart, Stuttgart | | 2009 | Der Nikolaus war fleißig Teil 2, Galerie Friendly Society, Berlin Der Tod hat viele Facetten, Galerie Friendly Society, Berlin VBKW-Region Neckar-Alb, Rathausfoyer, Reutlingen Best of five, Galerie Thron, Reutlingen | | 2007 | Farbige Träume, Galerie Friendly Society, Berlin Grafiken und Zeichnungen, Galerie Friendly Society, Berlin | | 2006 | 20 Jahre Kunst in der Zehntscheuer, Münsingen Weg – Weg, Kunstverein Schwäbisch Gmünd Kunstmarkt Schorndorf Künstler der Galerie, Galerie Friendly Society, Berlin Reutlinger Künstler, Städtische Galerie Reutlingen | | 2005 | Horizonte, Galerie Friendly Society, Berlin Das Buch, Stadtbibliothek Reutlingen Galerie Seuren, Karlsruhe Jahresausstellung Künstlerbund Tübingen BLAU, Galerie Friendly Society, Berlin Reisebilder, Galerie Friendly Society, Berlin Kunstmarkt Schorndorf Drucksachen zwischen Alltag & Kunst, Rathaus Stuttgart, Kunstverein Kontur | | 2004 | ekz, Bibliotheksservice, Reutlingen (VBKW) Erodialog, Kloster Strahov, Prag, Tschechien Galerie Chelsea, Laufen, Schweiz Jahresausstellung Künstlerbund Tübingen About woman, Galerie Friendly Society, Berlin Bunte Weihnachtsmänner und Nikoläuse, Galerie Friendly Society, Berlin | | 2003 | Jetzt, Rathaus Reutlingen (VBKW) Kunstmarkt Schorndorf | | 2002 | Städtische Galerie Reutlingen Kunstmarkt Schorndorf | | 2001 | Prediger Galerie, Schwäbisch Gmünd Kunstmarkt Schorndorf | | 2000 | Prediger Galerie, Schwäbisch Gmünd Kunstmarkt Schorndorf Galerei Fuchstal, Schloss Türkheim Städtische Galerie Reutlingen | | 1999 | Galerie Kunst auf 87qm, Schorndorf Prediger Galerie, Schwäbisch Gmünd Kunstmarkt Schorndorf | | 1998 | Bürgerhaus, Grunbach (VBKW) Albrechtsburg, Meißen (VBKW) Landratsamt Waiblingen (VBKW) Städtische Galerie Reutlingen Prediger Galerie, Schwäbisch Gmünd Kunstmarkt Schorndorf SAP, Walldorf-Heidelberg Schloss Bonndorf Garf Zeppelin Haus, Friedrichshafen | | 1997 | Rathaus Welzheim (VBKW) Städtische Galerie Waiblingen, Katalog | | 1996 | Alte Kelter, Remshalden (VBKW) Rathaus Beutelsbach (VBKW) Landratsamt Waiblingen (VBKW) | | 1995 | Zachersmühle, Adelberg Atelier 4, Schorndorf | | 1994 | Rathaus Schorndorf Kunstverein Schorndorf Atelier 4, Schorndorf | | 1993 | Galerie Kinter, Geradstetten Moritzhof Magdeburg Werkleitz Gesellschaft, Werkleitz | | | | | | Kunstmessen (Auswahl) | | | | | 2008-2010 | ART Karlsruhe | | 2005/06 | Gmünder Kunstmesse, Schwäbisch Gmünd
| | 2004 | Art Innnsbruck | | 2003 | Art Innnsbruck Gmünder Kunstmesse, Schwäbisch Gmünd | | 2002 | Art Vienna, Wien Gmünder Kunstmesse, Schwäbisch Gmünd | | 2001 | Art Innnsbruck | | 1993 | Europ-Art Genf |
| | Arbeiten in öffentlichem Besitz (Auswahl)
| | | | | | KSK Reutlingen Landratsamt Reutlingen Landratsamt Waiblingen Regierungspräsidium Tübingen Staatsgalerie Stuttgart Stadt Albstadt Stadt Backnang Stadt Reutlingen Stadt Schorndorf Stadt Waiblingen Stadt Schwäbisch Gmünd Württembergische Landesbibliothek | Helmut Anton Zirkelbach experimentiert mit der Radierung Mit dem Skalpell ritzt Helmut Anton Zirkelbach seine Zeichnungen in Druckstöcke aus Metall und Kunststoff, kratzt mit der Stahlbürste über sie hinweg, schleift sie über den Kiesweg vor seinem Haus, setzt sie dem Frost aus, hackt mit der Axt Löcher hinein und biegt mit der Zange die Kanten nach hinten. Und doch ist Helmut Anton Zirkelbach nicht auf vordergründige Effekte aus. Im Gegenteil. Wer ihm bei der Arbeit an der Druckerpresse zusieht oder ihn auch als Dozent von einen seinen Radier-kursen her kennt, weiß, dass für ihn die Beherrschung der handwerklichen Grundlagen, der Vielfalt traditioneller Radier-techniken die Basis für sein künstlerisches Handeln bildet. Seit 1991 setzt sich der freischaffende Künstler, der in Kohlstetten auf der Schwäbischen Alb lebt und arbeitet, intensiv mit der Radierung auseinander, meist in Zyklen. Abstraktes und Figürliches steht für sich oder wird zueinander kunstvoll in Beziehung gesetzt. Landschaft, vor allem aber Musik und Literatur bilden die Quellen seiner Inspiration. Die Gründe für den Reiz des Tiefdrucks liegen zum einen in dem Umgang mit dem Widerstand des Materials - meist Platten aus Kupfer, Zink oder Aluminium - und den speziellen Radierwerkzeugen wie Radiernadel oder Polierstahl. Zum anderen sind sie in der Möglichkeit zu suchen, zeichnerische und drucktechnische Verfahren miteinander zu verbinden, so wie mit den Charaktereigenschaften unterschiedlicher Druckstöcke und Papiere experimentieren zu können. Das aufwändige Verfahren, das Zeit in Anspruch nimmt, zieht gerade wegen seiner Prozesshaftigkeit viele zeitgenössische Künstler an, da die Bildent-wicklung von Stufe zu Stufe neue Überraschungen und Einwirkungsmöglichkeiten bietet. Helmut Anton Zirkelbach macht in seinen Kursen Anfänger und Fortgeschrittene mit den elementaren Techniken bekannt. "Häufig werden", erklärt er, "verschiedene Bearbeitungsmöglichkeiten in derselben Grafik verwendet. Die manuellen Möglich-keiten sind ritzen, schlitzen, stechen, aufrauen, schaben, schleifen und polieren." Bei der manuellen Technik der Kaltnadel wird die Zeichnung mit einer Radiernadel aus Stahl direkt in die Platte geritzt – seiten-verkehrt natürlich. "Durch den Verdrängungseffekt", sagt der Künstler, "entstehen neben den Vertiefungen Grate. An diesen bleibt beim Putzen der Platte Farbe hängen, wodurch die charakteristische unscharfe und spröde Kontur und die kräftige optische Wirkung zustande kommt." Durch die direkte Auseinandersetzung mit dem Widerstand des Materials ermöglicht diese Technik Ausdrucksmöglichkeiten von größter Unmittelbarkeit und Prägnanz. Auch sind die Ergebnisse, da sofort nach dem ‚Zeichnen' mit der Nadel gedruckt werden kann, rasch ablesbar - gerade für Anfänger ein guter Einstieg. Zirkelbach selbst wendet in seinen eigenen Arbeiten, die von der Direktheit linearer Formulierungen leben, die Kaltnadel be-sonders gerne an. So finden sich in seinen Blättern ausgreifende, elastische Linienverspannungen, dichte Liniengefüge und -bündelungen bis hin zu mikroskopisch kleinen, verrätselten Zeichensetzungen. In seinen eigenen Radierungen finden sich häufig dynamische, psychogrammartige Bewegungsspuren, die die Bildfläche rhythmisch gliedern, energetisch aufladen und in verschiedenen Arbeiten in skripturalen Elementen einer Spiegelschrift kristallisieren. Während Kaltnadel und Ätzradierung lineare Darstellungen ermöglichen, erlaubt die erst im späten 18. Jahrhundert erfundene Aquatinta durch besondere Flächenätzung die Erzielung flächiger Wirkungen. Zirkelbach erklärt: "Anstelle einer vollständigen Schutzschicht wird auf die Bearbeitungsfläche Kolophonium aufgestäubt. Die Staubpartikel werden unter Hitze verflüssigt und ergeben feine, säurefeste Tüpfchen. Die Säure frisst Vertiefungen in die Zwischenräume. Je nach Entwicklungsdauer wird die gedruckte Fläche dunkler. Weiße Zonen werden vor der Ätzung mit Lack abgedeckt. Graustufen sind durch nachträgliches Abdecken erreichbar." In seinen Arbeiten verwendet der Künstler das Aquatintaverfahren für flächig angelegte Gründe, für Großformen und fluss-förmige Linien, die als monumentale Zeichen die Bildteile untereinander verspannen. Dabei bevorzugt er wenige, oft ins Dunkel gebrochene Farben, aber auch Akzente von kräftigen, hellen Tönen in Rot und Gelb, die meist Anklänge an die Natur bein-halten. Im Kurs entstehen von jeder Technik, die neu erprobt wird, nach und nach Zustandsdrucke, die zunächst eine Technik allein exemplarisch darstellen, und schließlich auch Kombinationen verschiedener Techniken und Platten. Für den Druck wird mit einem Tampon oder Roller Druckfarbe auf die entsprechende Platte aufgetragen, so dass sie vor allem die Vertiefungen füllt. "Anschließend wird die Platte geputzt", erläutert Zirkelbach. "Die Farbe bleibt in den Vertiefungen haften. Der Putzzustand der Druckplatte bestimmt die optische Wirkung der Grafik mit." Klar, dass man dies in einem Radierkurs erlebt haben muss, um all die Kniffe und Tricks rund um die Radiertechnik selbst praktizieren zu können. Zirkelbach: "Wer alle Mittel ausschöpfen will, braucht ein großes technisches Wissen." Unter hohem Druck, den nur spezielle Pressen erzeugen, wird die Farbe aus den Vertiefungen geholt und auf das Papier über-tragen. Das Einfärben der Druckplatten ist sehr aufwändig und rein handwerklich. Die Druckplatten werden zum Einfärben erwärmt. Das Papier wird in feuchtem Zustand bedruckt. "Für Original-Grafik", so der Künstler, "kommen keine maschinellen Druckverfahren in Frage." Eine Besonderheit, die Zirkelbach in seinen Kursen behandelt, ist der Prägedruck. Er selbst experimentiert mit dessen Möglich-keiten, indem er das Material der Druckplatten verformt. So schneidet er etwa die Ränder aus oder gar einzelne Formen, die er verbiegt und verschiebt. So entstehen Reliefdrucke. "Jeder Tiefdruck ist auch eine Prägung", erklärt er. "Druckt man ohne Fär-bung, werden nur die Reliefs sichtbar." Bernd Storz Portraitfoto: Helmut Anton Zirkelbach Fotos by Helmut Anton Zirkelbach & Christian Heinrich
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