Annette Schultze

 

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1944            
geboren in Branitz (Oberschlesien)
1968Studium der Freien Kunst an der Hochschule der Künste Berlin (HdK), Berlin
Meisterschülerin bei Prof. Dietmar Lemcke (bis 1974)
1974Architekturstudium, HdK, Berlin
1975  
Aufenthalt in New York
1977
Ausgrabungsarchitektin beim Deutschen Archäologischen Institut in Istanbul
1978  
Arbeitsstipendium des Senators für Kulturelle Angelegenheiten Berlin
1990Werkstipendium für Lithographie im Künstlerhaus Bethanien, Berlin
 lebt und arbeitet in Berlin
 

 

 Einzelausstellungen (Auswahl)
  
2003            
Brotrhythmus, Galerie Schoen + Nalepa, Berlin
2000
Nesseln, Essig, Eisen, Schering Kunstverein, Berlin
1999
Hat gebrannt – hat gedacht, Villa Oppenheim, Kunstamt Charlottenburg, Berlin
1998
Kulturforum, Stadtresidenz Oberursel und Marktresidenz Prien
1996
Grund- und Bodenflüche, Galerie Jahnhorst & Preuss, Berlin
1993
Kampfblätter, Galerie Helmut Pabst, Frankfurt am Main
Chronopathologien Galerie Lietzow, Berlin
1992
Welt ohne Zucker, Galerie Jahnhorst & Preuss, Berlin
 

 

 Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)
  
2014GRÜN...GRÜN...GRÜN, Galerie Friendly Society, BerlinHightlights 2013, Galerie Friendly Society, Berlin
2013Highlights 2012, Galerie Friendly Society, Berlin
Silber, Galerie Friendly Society, Berlin
2012              Literatur und Musik in der Bildenden Kunst, Galerie Friendly Society, Berlin
Der Nikolaus war fleißig Teil 5, Galerie Friendly Society, Berlin
Diva & Heldin, Automobilforum Unter den Linden Berlin
2011              Gold, Galerie Friendly Society, Berlin
Kleine Edelsteine - Bilder & Skulpturen, Galerie Friendly Society, Berlin
Highlights 2010, Galerie Friendly Society, Berlin
2010Begegnung – Klassik trifft Moderne, Fasanengalerie/Schoen+Nalepa, Berlin
Der Nikolaus war fleißig Teil 3, Galerie Friendly Society, Berlin
Highlights 2009, Galerie Friendly Society, Berlin
2009Der Nikolaus war fleißig Teil 2, Galerie Friendly Society, Berlin
Hommage à Picasso, The Picasso Story Museumsshop, Berlin
Art to go – Neuerwerbungen, Artothek, Kulturamt Charlottenburg/Wilmersdorf, Berlin
Klare Formen, Galerie Friendly Society, Berlin
2008Der Nikolaus war fleißig Teil 1, Galerie Friendly Society, Berlin
Black & White, Galerie Friendly Society, Berlin
2006Rendezvous mit Freunden, Galerie Michael Wewerka, Berlin
Akzente, Galerie Schoen + Nalepa, Berlin
2005Zeitgenössische Kunst in kleinem Format, Heidrichs Kunsthandlung, Berlin
2004Klassik trifft Moderne, Galerie Schoen + Nalepa, Berlin
2003Kunst aus der Berliner Mitte, KunstRaum, Berlin
HAND-WERKE, GSG, Berlin
2002Zeitzeichen, Kommunale Galerie, Berlin
1997Handzeichnungen, Stapelhaus Köln, Kulturhaus Potsdam, Leipzig,
Zeitgenössische Arbeiten auf Papier, Stadtmuseum Berlin, Berlin
Malerei, Objekte, Skulpuren, 13 Künstler im Technologiepark Berlin
1996Accrochage (mit Blass, Tomschiczek u.a.), Galerie Jahnhorst & Preuss, Berlin
1994Accrochage, Galerie Wegmann, Grafing
1993Werkschau I, Neues Kunstquartier, Berlin
1992Große Münchner Kunstausstellung, Haus der Kunst, München
Obere Galerie, Haus am Lützowplatz, Berlin
1991Künstler der Galerie, Galerie Janhorst & Preuss, Berlin
Genesis, Medienwerkstatt Linden, Hannover
1990Junge Berliner Kunst, Galerie Jahnhorst & Preuss, Berlin
 

 

 Messen, Projekte, Installationen, Auktionen (Auswahl)
  
2012                 Heartbreaker Düsseldorf, Benefizauktion Christies Düsseldorf
2011                Lebenskünstler, Benefizauktion Sothebys, Hamburg
2010Frühjahrsauktion, Galerie Bassenge, Berlin
Sothebys Hamburg, Benefizauktion NCL Stifung
Herbstauktion, Galerie Bassenge, Berlin
2009Frühjahrsauktion, Galerie Bassenge, Berlin
Herbstauktion, Galerie Bassenge, Berlin
2008Frühjahrsauktion, Villa Grisebach, Berlin
Herbstauktion, Galerie Bassenge, Berlin
1995ART Frankfurt, Galerie Hartmann & Noé, Berlin
1993ART Frankfurt, Galerie Lietzow, Galerie Hartmann & Noé, Berlin
  
 Zahlreiche Benefizauktionen u.a.WIZO BerlinÜberleben, Stiftung für Folteropfer, BerlinLippmann+Rau Stiftung, EisenachStiftung KinderHerz, Berlin
 

 

2002           Arbeiten in öffentlichem Besitz (Auswahl)
  
                  Berlinische Galerie, Berlin
 Deutsche Bahn
 Kommunale Galerie Berlin
 Neuer Berliner Kunstverein, Berlin
 Deutsche Bank, Berlin 
 Schering Kunstverein Berlin
 Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz – Kupferstichkabinett, Berlin
 Stiftung Stadtmuseum Berlin

                             
 

“Hat Gebrannt“ (1989) – “Hat Gedacht“ (1998)

Zu den Arbeiten von Annette Schultze

„Übungen. Sich betätigen, sich vorbereiten, mein ganzes Leben lang.“ (Josef Beuys)

„Man denke sich die Natur, wie sie gleichsam vor einem Spieltische steht und unaufhörlich au double ruft, das heißt mit dem bereits Gewonnen durch alle Reiche ihres Wirkens glücklich, ja bis ins Unendliche wieder fortspielt. Stein, Tier, Pflanze, alles wird nach einigen solchen Glückswürfen beständig von neuem wieder ausgesetzt; wer weiß, ob nicht der ganze Mensch wieder nur ein Wurf nach einem höheren Ziele ist?“ (Johann Wolfgang von Goethe)

Kunst ist ein Spiel wider Regeln, aus dem Regeln hervorgehen, gegen die es wiederum anzuarbeiten gilt...: Künstler sind Spieler par excellence. Annette Schultze wagt ihren Einsatz mit tiefem Ernst, bisweilen ist es ihr dabei sogar todernst. Das spielerische Moment ihrer Arbeiten hat nicht Tändelndes, ist das Gegenteil von leichtfertig. Es gleicht dem Spiel des Sisyphos. Risikobereit und reflektiert versteht es die in Berlin lebende Künstlerin, mit ihren errungenen Pfunden immer wieder überraschend zu wuchern. Wir, als ihr Ausstellungspublikum, haben letztlich davon den Hauptgewinn.

 

Lebenszeichen – Zeitzeichen

Es geschehen noch Zeichen, keine Wunder in Annette Schultzes traumverlorenen Sequenzen nach innen gerichteten Schauens. Materialschwer tragen ihre ansonsten von schwebender Leichtigkeit geprägten Blatter, ihre Leinwände an erloschenem Schwarz. Das Reich der Schatten ist die andere, dem Licht unzugängliche Seite des Sichtbaren. Trunken von einem leuchtenden Eisblau, das sich in die Netzhaut brennt, entzündet sich der Funkenflug unserer Phantasie. Blau ist die Farbe der Ferne, des entrückten Himmels, geistiger Sphären. „Das Blut der Sensibilität ist blau“ heißt es bei Shelly. Neuerdings mischt sich ein matter, ins Ockerfarben weisender und von Patina gedämpfter Goldsakralton ein ins bodenständig irdische Spiel der Erdfarben. Gold ist Ambivalenz: Reinheit, strahlende Schönheit, das Absolute; zugleich aber auch Gier, Habgier nach materiellem Gewinn. Die Alchemisten versuchten, Dreck in Gold zu verwandeln. Den Stein der Weisen fanden sie nicht. Rot tritt bei Annette Schultze hinzu, bräunlich und rostfarben wie getrocknetes Blut, Herzblut. Aber auch, besonders in den früheren Jahren, als flammend leuchtendes Fanal, als Signalton von dynamischer Emotionalität und vitaler Kraft: Gegenpol zu Blau. Es ist kein Zufall, daß sich unter den Titelschöpfungen jener Zeit immer wieder solche finden, in denen die Wortelement „Venös“ und „Arteriell“ eine bedeutsame Rolle spielen. Dies alles aber klingt in den Bildkompositionen von Annette Schultze nur an, schwingt als leiser Unterton mit – ihre Arbeiten sind völlig unprätentiös. Die Künstlerin hält sie frei von jeglicher schwärmerischen Mystik.

Der rätselhaften, spröden Magie dieser Bilder vermag sich indes niemand zu entziehen. Auch wenn nicht auf den ersten Blick zu ergründen ist, woher diese resultiert. Da ist zum einen die raue, herbe Poesie des Alltäglichen. Von an sich einfachen, lapidaren Dingen und poveren, armen Materialien, die sie auf ihren Blättern in eine symbolkräftige, geistesgegenwärtige Zeichensprachen verwandelt. Zum anderen ein aus dem archaischen Dunkel des Unterbewussten zutage gefördertes, aus dem unendlichen Bilderstrom geschöpftes Reservoir des Archetypischen, das sie mit neuer Aktualität auflädt.

Zwischen formal gegensätzlichen Polen pendeln seit Jahren Annette Schultze Arbeiten. Zum einem verweisen konzeptuelle, objekthafte Raumsetzungen und Bilder in klarer, reduzierter Formensprache auf das Prozesshafte ihrer Entstehung. Zum anderen gewähren Zeichnungen und Collagen dem Intuitiven, Spontanen von freier Malgestik ähnlich der „ecriture automatique“ in intimen Kleinformaten Freiraum. Ein Gerüst von Linien, einzelne Farbflächen verleihen dem Bild Halt. Die Hand denkt, im Kopf ist es abgeklärt. Der Leitfaden, der beide Werkstränge miteinander verknüpft, ist Annette Schultzes Zentralthema Zeit. Um die Spurensicherung individueller, in jedem Werk einbeschriebener Lebenszeit geht es ihr dabei ebenso wie um allgemein Zeittypisches. Einer ihrer Ausstellungen gab Annette Schultze den Titel „Chronopathologien“.

 Überwiegend entstehen Papierarbeiten, doch benutzt sie dazu vielfach besondere Blätter. Zwischen zwei bis drei transparenten Schichten von faltig zerknittertem Pergafin oder Pergamyn verdichten sich organische, biomorphe oder tektonische Kürzel wie schutzsuchend zu höhlenartigen Raumgebilden, bringen sich bisweilen gar gegenseitig in Bedrängnis. Umrisse des Kreuzzeichens oder eines schematisierten Hauses tauchen immer wieder auf in diesen beunruhigenden Choreographien rudimentärer Symbolspuren. Im Heute öffnen sich assoziative Fenster sowohl zum Gestern als auch zum Morgen, die Aussicht zeigt sich im Hinblick auf ihre inhaltliche Deutbarkeit offen. Letzlich bleibt stets mehr Ahnung als Gewissheit, sicher ist nur der Zweifel. Existenzielle Daseins-Erfahrungen sind den Blättern von Annette Schultze einbeschrieben. Sie manifestieren sich in Gegensatzpaaren: verletzt-verletzlich, geborgen-bloßgelegt, Leben-Tod, Tag-Nacht; in Hell und Dunkel, Schwarz und Weiß, Blau und Rot. Kryptische Spuren und nennende Zeichen finden sich in Tiefenschichten, sind ins Papier oder neuerdings Schichten saugfähigen Moltons eindrungen, haben sich auf der Oberfläche abgelagert. Abgelagert wie Sedimente, an denen sich Zeiträume ablesen lassen. Annette Schultzes Bilder leisten allzu gefälliger Glätte hartnäckig Widerstand. Und doch ist ihnen etwas Versöhnliches eigen. Sie provozieren Harmonie.

 

Kunst – ein Prozess  

So verschieden und vielfältig die in den Jahren 1989 bis 1998 entstandenen Arbeiten von Annette Schultze zunächst erscheinen mögen, eine Werkgruppe resultiert stets aus der anderen. Alles steht mit allem in Verbindung. Kunst ist für sie vor allem eines: ein kontinuierlich andauernder, weiterführender Prozess, den sie stetig vorantreibt und der sie vorwärts bringt – ein Kreislaufsystem. Ein Kreislaufsystem, das sie wie ein Lebenskreislauf nie zum Stillstand kommen lässt. Das Werk ist das signifikante, künstlerische Indiz für eine Station innerhalb dieses Prozesses. Die Spur einer Station, die einen Zeitraum markiert. Der durchmessen, mit Bedeutung erfüllt wurde. Dessen Bedeutung sich im Ritual der künstlerischen Handlung erfüllt und der durch den am Ende gegebenen Titel seine assoziative Deutung erfahren hat. Jedes Werk gehört mit seiner Fertigstellung im Grunde bereits der Vergangenheit an, ist vollendete Gegenwart, wie eine Arbeit von 1989 klar formuliert: „Hat Gebrannt“. Doch stets bleibt ein kleiner Rest, sei er nun von handfest materieller Art oder geistiger Natur, der alsbald darauf wartet, erneut eingesetzt zu werden. Der ein Zeichen der Hoffnung aufkeimen lässt, dass Zukunft möglich ist.

 

Das Atelier – Laboratorium moderner Alchemie

Hand in Hand mit diesem System, bei dem Eins ins Andere greift, ein Werk aus dem anderen resultiert, gehen speziellen Arbeitsweisen. Ein Arbeitweisen entwickelt sich dabei aus dem vorangegangenen, gibt Anstoß zum nächsten und wirkt so als Initialzündung für das Nachfolgende; zeitigt gewissermaßen Katalysatorwirkung. Annette Schultze ist auch, aber nicht ausschließlich Malerin und der Pinsel nur eines unter vielen ihrer möglichen Werkzeuge. Sie arbeitet bisweilen objekthaft, stets aber materialbezogen. Ihr Atelier gleicht dabei dem Laboratorium eines modernen Alchemisten.

Selbst außergewöhnliche Substanzen kommen als Rohstoff für Kunst in Frage. Der Einsatz von aufgetupftem Teesud, in Lötwasser und Essig eingelegter Stahlwolle wird bei Annette Schultze zum Bestandteil ihrer visuellen Beschwörungsformeln geheimnisvoller Alltagsmagie. Das Eisen hinterlässt auf den Blättern filigrane bis wuchernd amorphe Rostspuren. Die Reste des Metallrosts werden gesammelt, feingesiebt und kommen mit Acrylbinder versetzt wiederum als Pigment zum Einsatz. Fundstücke, gewöhnlicher Dinge des täglichen Gebrauchs, die bereits ihre eigenen Geschichte haben, hinterlassen in verschiedenen Werkserien ihre Spuren. Sie finden sich in Gestalt von Abdrücken einfacher, eigens hergestellter Stempel wieder: das können in Holz eingeschlagene Nagelköpfe sein, mit oder ohne Stricke umwickelte Zaunpfähle und Dachlatten. Auf diese Art und Weise gibt die Künstlerin Informationen indirekt von einem Blatt an das folgende, von einer Werkserie an die nächste oder übernächste weiter, wie ein DNS-Strang seine Erbinformationen. Bei jüngsten Blättern hat sie ein ganz spezielles, experimentelles Verfahren für die visuelle Kommunikation von Blatt zu Blatt entwickelt. Sie legt sie, mit Farbe auf der Unterseite beschichtet oder mit ihr getränkt, übereinander. Dann bearbeitet sie beide Lagen mit dem Hammer. Es ist ein zeitaufweniger, auch körperlich anstrengender Vorgang. Letztlich entstehen als Eindruck (wie bei einem Positiv) und als Abdruck (als Negativ) reliefartige, rhythmische Spuren und Farbstrukturen. Überdies findet dabei noch ein anderer, rituell gehandhabter Transfer statt: der von Energie, ihrer eigenen Lebensenergie. Energie, die zugleich eine destruktive und eine konstruktive Komponente hat. Es ist eine Übertragung von Kräftepotentialen, die kreativ wie zerstörerisch wirken können. Auf Gefährdung und Bedrohung, Gewalt im anonymen Daseinskampf einer emotionslosen Massengesellschaft verweist so mancher Bildtitel von Annette Schultzes Arbeiten: „Kommando der Gedankenpeitsche“, „Kinderstubenkampfgeist“, „Kollektiver Streckseelenstart“. Zugleich signalisieren viele dieser Titel aber auch so etwas wie Schutz, Obhut, Zuflucht: „Umkämpftes Gedankennest“, „Bewachte Götterjunge“, „Himmelshütte“, „Kleiner Seelenakku“. Auf der rationalen, reflektierenden Sprachebene sichert Annette Schultze erst ganz zuletzt, nach Fertigstellung des Blattes den essentiellen Gehalt der Gegenwartsbezügen ihrer assoziativen Bildvisionen.

 

Sisyphosarbeit

Eine frühe Bildserie von 1989 fand bereits zu Anfang Erwähnung: „Hat Gebrannt“ Eine allerjüngste, noch nicht fertig gestellte Serie von 1998 schließt in der Namensgebung an, schließt den Kreislauf einer zyklischen Entwicklung auf der logisch theoretischen Ebene, ohne das er in der Praxis endgültig vollendet wäre, vollendet sein kann. Die Serie heißt „Hat Gedacht“. In breiten Strichen überziehen weiße Pinselstriche Röntgenbilder. Man denkt dabei sogleich konkret an Gehirnwindungen oder an ein abstraktes Gedankenlabyrinth. Die Einzelblätter sind von Annette Schultze ursprünglich nicht zusammenhängend konzipiert. Doch wie der Zufall spielt, finden sich überall an den Rändern Ansatzstellen und Knotenpunkte. Die einzelnen Bilder lassen sich wie Teile eines Puzzles zu einem Ganzen fügen. Wie alle Arbeiten Annette Schultzes lassen auch sie dem Betrachter weiten Gedankenspielraum. Ihr Schaffen gleicht dem des Sisyphos, der tagtäglich seinen Felsbrocken zum Gipfel wälzt und ihn am Abend wieder ins Tal hinabrollt. „Darin besteht die ganze verschwiegene Freude des Sisyphos“, heißt es bei Albert Camus „sein Schicksal gehört ihm. Sein Fels ist seine Sache (...). wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen“. Sisyphos mag ein Spieler der ernsten Art, ein Künstler vom Schlag Annette Schutzes gewesen sein.

 

Portraitfoto: Annette Schultze

Fotos von den Arbeiten by Christian Heinrich & Annette Schultze

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